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07.08.2011 | 15:49 Uhr
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Elf von zwölf Teams gehören der Teamvereinigung FOTA an, nur HRT ist seit Jahresanfang kein Mitglied mehr. Darüber, ob der spanisch-deutsche Rennstall freiwillig ausgetreten ist oder ausscheiden musste, weil Mitgliedsbeiträge nicht bezahlt werden, gibt es im Paddock unterschiedliche Meinungen, doch Tatsache ist, dass sich HRT in der Rolle des Einzelkämpfers recht wohl zu fühlen scheint.
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"Wir sind sehr glücklich so, wie es ist", erklärt Teamchef Colin Kolles gegenüber 'Motorsport-Total.com' und übt scharfe Kritik an der Interessengemeinschaft: "Meiner Meinung nach ist die FOTA nur ein Name, aber sie existiert in Wirklichkeit nicht." Denn die Richtung geben in vielen Fällen die großen Teams vor, deren Interessen natürlich andere sind als etwa die von einem Team wie HRT, das jeden Tag ums Überleben kämpfen muss.
"Wenn die Leute auf unsere Bedürfnisse eingehen würden, würden wir uns das vielleicht noch einmal überlegen", so Kolles, "aber ich glaube, dass wir besser dran sind, wenn wir unsere eigenen Verträge aushandeln, weil wir unsere Probleme besser verstehen als der Vorsitzende der FOTA, der vielleicht eine ganz andere Struktur will. Daher sehe ich keine Notwendigkeit, dass jemand anderes kommerzielle Verträge für uns aushandelt."
Bei der FOTA zeigt man sich von dieser Kritik freilich seit Monaten unbeeindruckt. Die Teamvereinigung unter dem Vorsitz von McLaren-Boss Martin Whitmarsh darf sich beispielsweise die freiwillige Sparvereinigung RRA (Ressourcen-Restriktions-Abkommen) an die Brust heften und spielte auch eine maßgebliche Rolle bei der Senkung der Kosten von Motoren-Kundendeals auf kolportierte acht Millionen Euro pro Jahr.
Andererseits befindet sich HRT als einziges Nicht-FOTA-Team politisch gesehen in einer starken Position, weil man nicht an FOTA-Beschlüsse gebunden ist, zur tatsächlichen Umsetzung von Vorschlägen aber in vielen Fällen die Einstimmigkeit aller Teams als Voraussetzung gilt. Außerdem betont Kolles: "Ich finde, dass wir gut genug und stark genug sind, um unsere eigenen Deals auszuhandeln."
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