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23.08.2011 | 12:19 Uhr
Rennbericht
Nach einem schwierigen Saisonaufakt hat Force India eine Trendwende geschafft. Die Inder konnten sich vor allem beim vergangenen Grand Prix in Ungarn gut in Szene setzen. In der Gesamtwertung konnte man Sauber näher auf die Pelle rücken. Die Schweizer möchte man in den verbleibenden Saisonrennen noch abfangen. Diese Aufholjagd soll am kommenden Wochenende in Spa-Francorchamps ihre Fortsetzung finden.
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"Ich komme immer wieder gern nach Spa", versichert Teamchef Vijay Mallya, "und dies nicht nur der tollen, traditionellen Strecke wegen. Wir haben dort unseren bisher größten Erfolg gefeiert. An den Podestplatz vor zwei Jahren denke ich immer gern zurück." 2009 hatte Giancarlo Fisichella den damaligen VJM02 auf die Pole-Position gestellt, im Rennen landete er hinter Kimi Räikkönen auf Platz zwei.
"In diesem Jahr kommen wir mit einem Auto dorthin, das deutlich kompletter ist", so der Teamchef. "Früher war der Speed auf den Geraden unser großer Trumpf, jetzt ist unser Auto in allen Bereichen stark. Das kann man anhand der Ergebnisse sehen. Wir waren bei den vergangenen vier Rennen jeweils mit einem Wagen in Q3, haben aus den letzten zwei Rennen 14 Punkte geholt."
"Wir gehen guter Dinge durch die zweite Saisonhälfte", meint Mallya. "Die Fahrer machen sich gegenseitig Druck, sie sind extrem motiviert. Das Auto ist gut, wir liefern den großen Teams tolle Kämpfe. Nach unserem schwachen Start in die Saison war das kaum vorstellbar, aber wir haben nie den Glauben verloren. Wenn man bedenkt, wie hart das Formel-1-Geschäft ist, dann dürfen wir alle stolz auf uns sein."
Den größten Stolz würde der Inder gern am Saisonende empfinden: Platz sechs in der Teamwertung ist das Ziel. "Uns ist klar, dass wir hart arbeiten müssen, um diese Position zu bekommen. Wir haben vor allem bezüglich der Konstrukteurs-WM noch harte Brocken vor uns. Nach dieser Pause im August gehen wir frisch ans Werk und sind bereit, am Wochenende eine starke Leistung zu zeigen."
"Ich sage immer, dass Spa mein Lieblingswochenende im Jahr ist", meint Adrian Sutil vor dem Grand Prix in den Ardennen. "Ich liebe diesen Ort einfach. Es gibt nichts Vergleichbares. Diese verschiedenen Kurventypen fühlen sich mit einem Formel-1-Auto beeindruckend an. Ich schätze, dass alle Fahrer immer mit einem Grinsen nach Spa anreisen."
"Ich gehe davon aus, dass wir am Wochenende wieder konkurrenzfähig sein werden", sagt der Gräfelfinger. "Die vergangenen Wochen haben gezeigt, was wir leisten können. Unser Auto scheint überall gut zu funktionieren, unser Speed im Qualifying und Rennen ist stark. Wir müssen diesen Schwung aufrecht erhalten und wieder viele Punkte mitnehmen."
"Wenn man nach Spa kommt, muss man immer ein Auge auf dem Wetterbericht haben. In den vergangenen drei Rennen hat uns der Regen verfolgt. Wir sollten auf weiteren Regen am kommenden Wochenende gefasst sein", mahnt Sutil, der seine Stärken im Regen in dieser Saison noch nicht so eindrucksvoll zeigen konnte wie in den Vorjahren.
"Es ist schön, nach der dreiwöchigen Pause wieder fahren zu dürfen", meint Paul di Resta, der die Sommerferien bei der Familie in Schottland verbrachte. "Nach dermaßen vielen Reisen einige Zeit im eigenen Bett schlafen zu können, war auch mal schön." Er habe sich im gewohnten Umfeld gut erholen können, die Akkus seien nun wieder soll aufgeladen.
"Das Ergebnis von Ungarn war die beste Art, den ersten Teil der Saison abzuschließen. Es gab zuvor einige Rennen, wo es nicht nach Wunsch lief, daher hatte ich es endlich mal verdient. Einiges von dem Pech der Monate zuvor wurde somit wieder ausgeglichen", fasst di Resta die Erlebnisse aus den Wochen vor der Pause zusammen.
"In Spa ist unser Team traditionell sehr stark. Die Formkurve der vergangenen Wochen lässt uns hoffen, dass wir den Trend beibehalten können", sagt der Rookie. "Uns ist klar, dass die Konkurrenz nicht locker lassen wird. Aber auch wir entwickeln unter Hochdruck. Wir wollen das Maximum aus dem Auto herausholen, bevor wir den Fokus auf die Entwicklung für nächstes Jahr legen."
"In Spa-Francorchamps bin ich noch nicht oft gefahren", erklärt di Resta, der bisher acht Punkte auf seinem Konto hat. "Vor sieben Jahren war ich mit der Formel 3 dort. Mit einem Formel-1-Auto wird es sicherlich eine ganz andere Sache. Es ist eine der besten Strecken der Welt. Ich freue mich schon darauf."
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