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18.03.  08:00

 

 08.09.2010 | 13:55 Uhr

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Ferrari gegen Motoren-Revolution 2013

Ferrari lehnt die ab 2013 geplante neue Motoren-Formel mit Turbo-Power ab, weil bis dahin zu wenig Zeit bleibt - Droht man jetzt wieder mit Ausstieg?

Vor einer Woche sickerte durch, dass die Formel 1 2013 wieder einmal einer Reglement-Revolution unterworfen werden soll: Diesmal ist der Einschnitt enorm - die aktuellen 2,4-Liter-V8-Motoren sollen durch 1,6-Liter-Turbo-Vierzylinder ersetzt werden. Das Aggregat soll 650 PS Basisleistung und 3 bar Ladedruck bieten. Mittels KERS sollen für 30 Sekunden pro Runde 150 PS Zusatzleistung verfügbar sein.

Droht Ferrari mit Rückzug aus der Formel 1, wenn die neue Motorenformel kommt?
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Dieser Entwurf soll von der Mehrheit der Teams bereits abgesegnet worden sein. Kurios ist allerdings, dass Ferrari laut 'Autosprint' damit nicht einverstanden ist. Und das, obwohl der ehemalige Ferrari-Motorenchef Gilles Simon der Leiter der Arbeitsgruppe ist. Die Roten sollen angeblich ein Aggregat mit 6 Zylindern und 1,8 Litern Hubraum bevorzugen. Der derzeitige Ferrari-Motorenchef Luca Marmorini ist der Meinung, dass bis 2013 nicht genügend Zeit bleibt, um einen komplett neuen Motor zu entwerfen, da dieser auch auf Anhieb zuverlässig sein muss: "Sie hätten es gerne, dass pro Fahrer nur vier Aggregate in einer Saison eingesetzt werden dürfen."

Zur Erinnerung: Zu Saisonbeginn verzeichnete Ferrari bei den hauseigenen Motoren einige Defekte, obwohl die Motoren ausgereift sind - derzeit hat jeder Pilot acht Motoren zur Verfügung, ehe er mit einer Rückversetzung in der Startaufstellung um zehn Plätze konfrontiert ist. Außerdem - so Marmorini - würde die neue Motorenformel die Bauweise des gesamten Boliden beeinflussen - auch das Chassis-Design würde dadurch auf den Kopf gestellt werden.

In der Vergangenheit hat der Traditionsrennstall aus Maranello immer wieder gezeigt, wie man reagiert, wenn das Reglement nicht nach Wunsch umgesetzt wird: Schon im Vorjahr, als die Budgetobergrenze besprochen wurde, drohte man mit Ausstieg. Ähnliche Signale sind auch jetzt wieder vernehmbar: "Es hängt vom Reglement in der Formel 1 ab, ob wir uns neue Herausforderungen wie Le Mans oder die führenden amerikanischen Meisterschaften suchen", sagte Teamchef Stefano Domenicali gegenüber 'Corriere dello Sport'. Außerdem sei es "falsch", dass die Formel 1 ohne Ferrari das Gleiche wäre.


 

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