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24.01.2012 | 09:26 Uhr
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Sebastian Vettel hat die Chance, nach Juan Manuel Fangio und Michael Schumacher als dritter Pilot in der Formel-1-Geschichte drei WM-Titel in Folge einzufahren. Wenn Red Bull ihm auch dieses Jahr ein konkurrenzfähiges Auto zur Verfügung stellt. Doch daran zweifelt nach der dominanten Saison 2011 niemand mehr.
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Sogar Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist inzwischen davon überzeugt, dass Vettel und sein österreichischer Rennstall mit Sitz in Milton Keynes dieses Jahr den dritten Streich folgen lassen. "Ich hoffe nicht, aber sie werden es!", fürchtet er gegenüber den 'Salzburger Nachrichten'.
Denn klare Titelentscheidungen sind schlecht für das Geschäft. "Mir wäre ein WM-Kampf bis zum Ende der Saison lieber", stellt der 81-Jährige klar, sieht die Lage aber den Umständen entsprechend gelassen. "Die TV-Zuschauer sehen ohnedies mehr wegen der Spannung im Rennen als wegen des WM-Standes zu."
Doch welcher Pilot wird sich diese Saison als härtester Gegner des Heppenheimers herausstellen? Ecclestone ist sich nicht sicher, hat gleiche mehrere Kandidaten auf der Rechnung. "Ich wäre überrascht, würde Mercedes heuer nicht gewinnen", sieht er das Team von Michael Schumacher vor dem Durchbruch.
"Bei McLaren ist Button die Überraschung, er stach Hamilton aus. Bei Ferrari kann ich nur auf eine deutliche Steigerung hoffen. Alonso ist supertalentiert, er sollte ein perfektes Auto bekommen", schreibt er auch die Roten aus Maranello nicht ab. Und auch von Vettels Teamkollegen erhofft er sich etwas mehr Gegenwehr: "Wir werden heuer einen anderen Mark erleben, der seinem Talent gerecht wird."
Formel-1-Legende John Watson rechnet wie Ecclestone damit, dass Vettel seinen Titel verteidigen kann. "Er hat das Potenzial, 2012 einen weiteren Titel einzufahren und damit drei in Folge zu gewinnen", sagt der langjährige Teamkollege von Niki Lauda gegenüber 'Sky Sports'. "Wenn ihn Red Bull mit dem richtigen Material versorgt, dann wird es sehr schwierig werden, ihren Lauf zu unterbrechen."
Während man sich im Ferrari-Lager immer noch dagegen sträubt, Vettel als einen der Großen zu akzeptieren, hält Watson Vettel schon im Alter von 24 Jahren für einen außergewöhnlichen Fahrer: "Er ist bereits jetzt eine Größe und in zehn Jahren wird er noch besser aussehen. Er hat in seinem jetzigen Alter bereits zwei WM-Titel gewonnen, ich hatte noch nicht einmal ein Formel-1-Auto gefahren. Der Kerl, man könnte fast sagen, dass er ein Junge ist, ist großartig - seine Fähigkeiten im Cockpit."
Doch der Brite zeigt sich auch von Vettels Verhalten außerhalb des Boliden angetan: "Seine Fähigkeiten außerhalb des Cockpits sind fast noch beeindruckender - die Art und Weise, wie er eine Fremdsprache spricht, vor allem Englisch. Sein Geschick, zu kommunizieren, ist gleichwertig mit seinem Fahrkönnen - er ist ein bemerkenswerter junger Mann."
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