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09.08.2011 | 08:34 Uhr
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Seit Michael Schumacher zu Beginn der Saison 2010 sein sensationelles Comeback mit Mercedes in der Formel 1 feierte, haben sich immer wieder ausreichend Kritiker gefunden, die dem siebenmaligen Champion mangelnde Leistungen unterstellten. Der Kerpener wurde genauestens beäugt, seine Ergebnisse brachten für die vielen treuen Fans nicht oft Anlass zum lauten Jubel.
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"Langsam aber sicher beginnt das Ganze zu einer Enttäuschung zu werden, das hat Michael selbst gesagt", erklärte Ex-Teamchef Eddie Jordan unlängst. Und tatsächlich: Der Rekordchampion verliert möglicherweise die Lust, seinen Dreijahresvertrag bei Mercedes zu erfüllen. Möglicherweise ist schon am Ende dieser Saison Schluss - also ein Jahr vor dem Ablauf seines Kontraktes.
"Ich bin mit einer klaren Aufgabe zu Mercedes gekommen. Es ging nicht darum, um jeden Preis zum Sieg zu fahren, sondern es ging um den Aufbau des Teams", wird Schumacher in der 'Corriere dello Sport' zitiert. "Wir arbeiten hart, das Auto ist im zweiten Jahr und hat immer noch diverse Unwägbarkeiten - aber es wird besser. Wenn überhaupt, dann bin ich das Problem. Aber damit gehe ich heutzutage entspannter um."
"Ich habe ausreichend Erfahrung. Ich weiß, wann man sich auf den Punkt konzentrieren muss. Aber ich weiß nicht, ob meine Denkweise für das Team die richtige ist. Zum richtigen Zeitpunkt müssen wir uns überlegen, ob ich weitermache oder mit der Formel 1 aufhöre", so zitieren die Italiener den deutschen Superstar. Ungewöhnliche Worte von Schumacher, ebenso bemerkenswerte Aussagen kommen von Teamchef Ross Brawn.
"Wir haben Schumacher in unser Team geholt, damit er das Auto entwickelt. Er hat einen Dreijahresvertrag und wir sind sehr zufrieden mit ihm", so der Brite in italienischen Sportzeitung. Brawn weiter: "Wenn sich Schumacher aber nicht mehr wohlfühlt, dann müssen wir darüber sprechen. Man kann niemanden zu etwas zwingen, was er nicht will. Wir glauben an ihn, er ist ein wichtiges Element im Team."
Aus Sicht des Mercedes-Teamchefs ist es vor allem der Vergleich mit Nico Rosberg, der den Kerpener in wenig gutem Licht erscheinen lässt. "Nico ist definitiv der beste Teamkollege, den Schumacher jemals hatte", so Brawn. "Er ist stark, besiegt ihn regelmäßig. Rosberg ist aber eine andere Generation. Für die Entwicklung des Autos haben wir jemanden gesucht, der dies nach alter Schule kann, ohne die elektronischen Hilfsmittel. Ich bin sicher, dass es klappen wird und er seinen Vertrag dann verlängert."
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