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26.02.2010 | 14:03 Uhr
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Colin Kolles dreht unter enormem Zeitdruck am Magischen Würfel der Formel 1. Der neue Campos-Teamchef muss alle Teile mit wenigen Handgriffen in die richtige Position bringen, für Experimente fehlt die Zeit. Das Team muss aufgebaut und stabilisiert, Autos müssen komplett installiert und Fahrer verpflichtet werden. All dies in den wenigen Wochen bis zum Saisonstart am 14. März in Bahrain.
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Kolles macht dabei offenbar große Fortschritte. Der Deutsch-Rumäne ist mittlerweile sicher, dass man die beiden Dallara-Chassis rechtzeitig am kommenden Mittwoch auf die Reise nach Manama schicken kann. Auch bei der Fahrerwahl geht es voran, denn Karun Chandhok soll nach einer ersten Sitzprobe im Campos-Dallara bald unterschreiben. "Wir sind von seinen Leistungen in der GP2 beeindruckt und stehen kurz vor der Unterschrift", so Kolles.
Der Inder war auch als dritter Mann im Stefan-Team gehandelt worden. "Indien ist ein tolles Land und es wäre für den Sport erstklassig, einen indischen Piloten dabei zu haben", sagt Kolles. Chandhok erfährt aus seiner Heimat viel Unterstützung. Die Tatsache, dass die Formel 1 ab 2011 in seinem Heimatland einen Grand Prix veranstalten wird, hilft zusätzlich.
"Wir werden in ein paar Tagen mehr sagen können", sagt Kolles. "Mein Ziel bleibt es, zwei Autos in der Startaufstellung in Bahrain zu haben. Das allein wäre schon eine Glanzleistung. Es geht derzeit in die richtige Richtung und wir setzen alles daran, in Bahrain zu sein - und zwar mit Karun im Auto." Vicky Chandhok, Vater und Berater des Piloten, ergänzt: "Wir kennen Colin seit vielen Jahren und haben höchsten Respekt. Wir sind sicher, dass wir es in einigen Tagen aussortiert haben."
Sollte der Deal mit Chandhok tatsächlich zustande kommen, bleibt die Frage, wer als Teampartner beim Auftakt in Bahrain im Auto sitzen wird. Ursprünglich hatte man Bruno Senna den Platz im Auto bestätigt. Doch angeblich ist dessen Cockpit nicht zu 100 Prozent gesichert. Senna müsste wohl weitere Sponsoren auftreiben, sonst könnte ihm der bisherige US F1-Pilot José María López mit seinen Millionen aus Argentinien den Rang ablaufen.
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