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01.03.2010 | 10:58 Uhr
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Als Ross Brawn und sein Team im vergangenen Jahr die Testfahrten beschlossen, konnte sich der Brite ein Lächeln nicht verkneifen: Der Brawn-Bolide der Generation 2009 war der Konkurrenz um einiges voraus, was sich wenig später in einigen Rennsiegen und schließlich auch im Titelgewinn manifestierte. In diesem Jahr ist die Ausgangslage aber eine andere, wie Brawn gestehen muss.
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"Zu Beginn der Testfahrten konnte man sehen, dass Ferrari recht dominant unterwegs war. Der Test in Barcelona hat aber vielmehr gezeigt, dass die Teams allesamt sehr eng beieinander liegen", fasst der Mercedes-Teamchef seine jüngsten Erkenntnisse zusammen. "Beim Testen weißt du andererseits allerdings niemals wirklich, was die anderen machen", so Brawn. "Wir sind aber recht gut dabei."
"In der gleichen Situation wie vor einem Jahr befinden wir uns jedenfalls nicht", meint das Teamoberhaupt der Silberpfeile. "Nur zwei- oder dreimal in meiner Karriere habe ich eine Saison mit dem gleichen Leistungsvorteil wie 2009 begonnen. 2010 steht uns ein superharter Kampf bevor. Im Vorjahr hatten wir einen riesigen Vorteil und es kam nur darauf an, möglichst lange durchzuhalten."
In dieser Saison gilt es dagegen in erster Linie, die beiden neuen Rennfahrer optimal ins Team zu integrieren und einen guten Saisonstart hinzulegen. Von den Qualitäten seiner Piloten ist Brawn auf jeden Fall fest überzeugt: "Michael hat eine sehr intensive Herangehensweise. Er hat aufgehört, weil ihn die Formel 1 ermüdet hat. Aber das ist jetzt vorbei", hält der Mercedes-Teamchef fest.
"Seine Leidenschaft für den Rennsport ist wieder da. Er und Nico arbeiten hart daran, das Fahrzeug zu verbessern. Er muss jetzt einfach wieder in seine eigenen Fußstapfen treten. Ich denke aber nicht, dass Michael das Problem sein wird - wir müssen einfach das Auto noch etwas verbessern", gibt Brawn selbstkritisch zu Protokoll. Wer teamintern vorne liegt, weiß der Brite noch nicht zu sagen.
"Solange Michael und Nico nicht zur gleichen Zeit auf der Strecke sind, kann man sie ohnehin nicht beurteilen. Beide sind sehr gut", meint Brawn. "Ausgehend von den Testfahrten kann man sagen, dass sie dicht beieinander liegen. Beide sind augenscheinlich konkurrenzfähig, doch aufgrund der unterschiedlichen Streckenbedingungen sind Vergleiche natürlich schwierig."
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