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27.05.  14:00

 

 06.08.2011 | 21:12 Uhr

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Alonso: "Wir haben immer ein Auge auf den Titel"

Fernando Alonso findet, dass Ferrari seinen Fans moralisch verpflichtet ist, bis zum Ende um die Weltmeisterschaft zu kämpfen

Ferrari hat den Anfang des Sommerurlaubes in Madonna di Campiglio verbracht. Bei guter Bergluft reflektierte Fernando Alonso seine bisherige Saison und sieht dem kommenden Programm optimistisch entgegen. Der Spanier will mit Ferrari Weltmeister werden, das ist klar. Trotz des großen Rückstands von 89 Punkten auf Sebastian Vettel (Red Bull), gibt er nicht auf und motiviert sein Team weiter. Zuerst müssen aber die inneren Batterien aufgeladen werden. "Ich muss mich jetzt etwas entspannen. Das gilt aber auch für das gesamte Team, denn der Juli war sehr stressig."

Fernando Alonso verliert die Weltmeisterschaft nie aus den Augen
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"Wir müssen unsere Batterien voll aufladen, denn ab Spa passiert innerhalb von drei Monaten alles. Es gibt noch zwei Rennen in Europa und dann steht das letzte Paket auf dem Programm, das uns rund um die Welt führt", blickt Alonso voraus. Seine Zielsetzung ist für das verbleibende Saisondrittel glasklar: "Wir müssen versuchen so viele Rennen wie möglich zu gewinnen, aber wir sind realistisch. Die WM-Situation ist wie sie ist. Wir haben schon oft gesehen, dass es sich schnell drehen kann."

"Wir sind Ferrari und haben eine moralische Verpflichtung den Millionen Fans rund um den Globus gegenüber. Wir müssen immer das maximale Ziel haben. Wir können nicht sagen, dass wir acht Rennen fahren werden und dabei nicht die Weltmeisterschaft im Kopf haben. Wir werden immer ein Auge auf den Titel haben, zumindest bis es keine Chance mehr gibt. Natürlich müssen wir jetzt anfangen zu gewinnen und darauf hoffen, dass Vettel einige Fehler macht, oder Probleme bekommt."

Acht Rennen stehen noch im Kalender und Alonso hat für jedes einzelne einen bestimmten Grund, warum der Sieg etwas Besonderes wäre. "Ich habe noch nie in der Formel 1 in Spa gewonnen. Es wäre sehr schön, das zu schaffen. Dann kommt Monza, wo ich gerne das gleiche Gefühl wie im Vorjahr spüren möchte", sagt der neue Ferrari-Star. "In Singapur habe ich bereits zweimal gewonnen und war ein weiteres Mal auf dem Podium. Es ist für mich ein magisches Rennen."

"In Suzuka ist ein Sieg aufgrund der Streckencharakteristik immer toll. In Korea habe ich schon gewonnen, aber ein zweiter Triumph wäre sehr schön. Genauso wäre es aber auch als erster Sieger von Indien." Und was ist mit Abu Dhabi?" Ihr wisst alle, dass ich am liebsten die schrecklichen Erinnerungen, die ich mit dieser Strecke verbinde, löschen würde. Dafür habe ich in Brasilien meine beiden Titel gewonnen."

Von Siegen zu träumen ist eine schöne Sache. Versprechen will Alonso nichts. "Die Formel 1 ist zu kompliziert, um eine klare Ansage zu machen. Alle müssen ihr Bestes geben, damit man gewinnen kann. Das Genie eines Individuums ist nicht genug. Man muss sich nur Adrian Newey ansehen. Er ist nicht bei Red Bull aufgetaucht und plötzlich war es ein Siegerauto. Das Team hat Jahre gebraucht, bis es dieses Level erreicht hat. Man braucht tolle Leute, eine gute Struktur und natürlich auch etwas Genie. Ich bin überzeugt, dass wir dieses Genie auch haben."


 


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