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27.05.  14:00

 

 20.01.2012 | 09:25 Uhr

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Alonso: "Perfekte Runde gelingt nur alle zwei, drei Jahre"

Sowohl für Fernando Alonso als auch Valentino Rossi stellt die "perfekte Runde" im Qualifying die ultimative Genugtuung für einen Rennfahrer dar

Auf der Suche nach der absoluten Perfektion stellt die "perfekte Runde" eine der größten, wenn nicht die größte Genugtuung für einen Rennfahrer dar. Ferrari-Pilot Fernando Alonso kennt das Gefühl ebenso wie Ducati-Star Valentino Rossi. Die beiden mehrfachen Champions ihrer jeweiligen Kategorie treffen anlässlich des jährlichen Wrooom-Events von Ferrari und Ducati in Madonna di Campiglio inzwischen regelmäßig aufeinander und nutzen diese Gelegenheit neben ihren offiziellen Aufgaben gern zum Fachsimpeln.

Fernando Alonso und Valentino Rossi fachsimpeln beim Wrooom-Event
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So sind sich der zweifache Formel-1-Champion und der neunfache Motorrad-Weltmeister einig, was die Sucht nach der absoluten Perfektion am Steuer ihres Arbeitsgeräts angeht. "Die perfekte Runde gelingt nur ganz selten. Ich würde sagen, alle zwei, drei Jahre einmal", so Alonso im kürzlich über ihn selbst und Rossi veröffentlichen Buch "The Two Kings" von Ercole Colombo.

Rossi stimmt ihm zu: "Die perfekte Runde ist ein Ziel, das einer Befreiung gleichkommt. Bei Höchstgeschwindigkeit ist sie eines der am schwierigsten zu erreichenden Ziele überhaupt. Es geht nicht einfach nur darum, am Limit unterwegs zu sein, sondern das Limit schlechthin zu erreichen."

"Zauberhaftes Gefühl, das du nicht vergisst"

Alonso erklärt, warum dieser Fall so selten eintritt: "Am Ende einer Runde hast du stets das Gefühl, dass du hier und da noch eine Kleinigkeit hättest besser machen können - sei es ein Bremspunkt vor einer Kurve oder die Linie in einer gewissen Passage oder das Fahren über die Randsteine. Es gibt immer irgendetwas, das nicht ganz perfekt war und das du beim nächsten Mal besser machen willst."

Passen alle Puzzle-Teile optimal zusammen und die viel zitierte "perfekte Runde" ist gelungen, so stellt sich laut Alonso "ein zauberhaftes Gefühl ein, das du nicht vergisst", auch wenn es zunächst nicht danach aussieht. "Du gehst in eine Kurve, von der du nicht glaubst, dass du den Ausgang optimal treffen wirst, weil du kurz davor bist, das Auto zu verlieren. Erst dann realisierst du, dass es genau die Linie ist, die zur Perfektion führt", gibt der Spanier einen Einblick.

Für Rossi hingegen ist die Runde, in der alles zusammenpasst, keineswegs die, welche er am meisten genießt. "In unserem Sport bedeutet am Limit unterwegs zu sein, dass du dich in ständiger Gefahr eines Sturzes und damit einer möglichen Verletzung aufhältst. Du darfst nichts dem Zufall überlassen und keinen anderen Fahrer in deiner Nähe haben", hält der Ducati-Pilot fest.

Unterschied zwischen Formel 1 und MotoGP

"Deine Augen kleben förmlich auf der Strecke und deine Hände suchen nach diesem extremen Gefühl zwischen Motorrad und Asphalt", setzt Rossi fort und versichert: "Unter dem Helm lächelst du in diesem Moment nicht, denn du bist verdammt schnell unterwegs und deine Reaktionen passieren fast automatisch." Die letzte davon ist es, einen Blick auf die Rundenzeit zu werfen.

Im Hinblick auf die Königsklasse auf vier Rädern macht der "Doktor" einen entscheidenden Unterschied auf der Jagd nach der optimalen Rundenzeit im Qualifying aus. "Anders als in der Formel 1 bekommen wir keine Zwischenzeiten", so Rossi. "Wenn dir die perfekte Runde dann tatsächlich gelingt, ringt dir das natürlich ein Lächeln - manchmal sogar ein Lachen - ab. Schließlich fühlst du dich selbst bestätigt und verspürst große Genugtuung."

Wenig überraschend erinnert sich Alonso noch genau an seine letzte perfekte Runde. "Das war während des Qualifyings zum Grand Prix von Spanien in Barcelona 2011", sagt der Ferrari-Pilot über seine Fahrt auf den vierten Startplatz, die ihm damals gegen die Boliden von Red Bull und McLaren kaum einer zugetraut hätte. "Damals lag es in der Tat eine lange Zeit zurück, dass ich dieses Gefühl letztmalig erlebt hatte."


 


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