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20.08.2010 | 12:10 Uhr
Business
Die Kammer für Zivilsachen des High Court of Justice in London befasste sich heute mit der vom italienischen Windkanalbetreiber Aerolab eingereichten Klage gegen das Formel-1-Team Force India. Dabei ging es um offene Rechnungen aus den vergangenen Jahren. Nun muss Force India über eine Million Euro zahlen.
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Denn der High Court verurteilte den Rennstall von Vijay Mallya nicht nur zur Zahlung von 1.074.730 Euro (plus acht Prozent Zinsen) an Aerolab, sondern auch zur Übernahme der Gerichtskosten. Aerolab rechnet nun mit einer Vergeltungsklage gegen Geschäftsführer Jean-Claude Migeot - die entsprechenden Unterlagen hat Force India bereits in Bologna eingereicht. Was dabei herauskommen wird, steht aber noch nicht fest.
Zur Vorgeschichte: Lotus-Technikchef Mike Gascoyne entwickelte den aktuellen T127 im Aerolab-Windkanal - wo zu jener Zeit wegen nicht beglichener Rechnungen ein altes Force-India-Modell herumstand. Als der neue Lotus dann frappierende Ähnlichkeit mit der Force-India-Nase aufwies, leitete Force India rechtliche Schritte ein. Doch Aerolab konterte mit einer Gegenklage wegen offener Rechnungen, die heute gewonnen wurde.
Aerolab vermutet, dass Force India nun mit rechtlichem Druck versucht, eine außergerichtliche Einigung zu erwirken, auf die sich das Unternehmen eigentlich nicht einlassen möchte. Die nächste Episode könnte am Rennwochenende in Monza bevorstehen, denn dann befindet sich Force India im italienischen Rechtsraum. Gut möglich, dass Aerolab versuchen wird, die Autos oder anderes Material beschlagnahmen zu lassen...