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26.06.2010 | 12:01 Uhr
Rennbericht
Beinahe hätte Robert Kubica (Renault) im Abschlusstraining für eine Überraschung gesorgt, aber die dritte Session des Rennwochenendes in Valencia ging letztendlich an Sebastian Vettel. Der Red-Bull-Pilot umrundete den Stadtkurs am Hafen der sonnigen Mittelmeer-Metropole in 1:38.052 Minuten und sicherte sich damit den ersten Platz.
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Die reguläre Zeit war schon abgelaufen, als Vettel Kubicas Bestzeit noch um 0,102 Sekunden unterbot. Red Bull wurde in Valencia eigentlich nicht favorisiert, doch in der letzten Session vor dem Qualifying präsentierte sich das österreichisch-britische Team wieder in Topform: Vettel fuhr Bestzeit, Mark Webber wurde mit 0,261 Sekunden Rückstand Dritter - und Adrian Sutil (Force India) sensationell Vierter!
Der Force-India-Pilot mischte von Anfang an vorne mit, fuhr im Mittelsektor sogar absolute Bestzeit, verlor aber auf den letzten 27 Fahrsekunden drei Zehntelsekunden und verspielte damit eine mögliche Bestzeit. Auch sein Teamkollege Vitantonio Liuzzi untermauerte als Siebter die starke Form des Rennstalls auf dieser Strecke. Dazwischen landeten Fernando Alonso (Ferrari) und Rubens Barrichello (Williams).
Mit dem routinierten Brasilianer konnte Nico Hülkenberg nicht ganz mithalten. "Ich bin glücklich mit der Front, aber das Heck bricht mir immer wieder aus", meldete der junge Deutsche am Boxenfunk. "Ich habe ein bisschen Untersteuern, aber das tut nicht weh. Das lose Heck bereitet mir mehr Kopfzerbrechen." Hülkenberg wurde mit einer Sekunde Rückstand 13., unmittelbar hinter dem Schweizer Sébastien Buemi (Toro Rosso).
Felipe Massa, 2008 Premierensieger in Valencia, verlor auf seiner vielleicht schnellsten Runde ein paar Zehntelsekunden wegen eines Nachzüglers, belegte aber trotzdem Rang acht. Die beiden McLaren-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton komplettierten die Top 10. Rückstand: 0,717 beziehungsweise 0,764 Sekunden. Mercedes brachte kein Auto unter die ersten Zehn - Nico Rosberg wurde Elfter, Michael Schumacher 15.
Der Rekordweltmeister wird es damit wohl erneut schwierig haben, ins Top-10-Finale einzuziehen - wovon Timo Glock (21.) nicht einmal träumen darf, nicht nur wegen seines Defekts schon beim Einfahren. Später drehte der Virgin-Pilot noch 17 Runden. Für das Qualifying am Nachmittag erwarten die Experten nun Hochspannung. Als Favoriten gelten Red Bull und Ferrari, aber Kubica könnte als heißer Außenseiter ein Wörtchen mitreden...
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