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27.05.  14:00

 

 10.07.2009 | 10:40 Uhr

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Webber versteht Hierarchie-Diskussion nicht: Im Moment sind beide für das Team da

Mark Webber sieht momentan keinen Grund für eine Diskussion zur Fahrerhierarchie bei Red Bull. Temperaturen als Ausrede für Teamschwäche findet er auch unnötig.

Eine Nummer 1 bei Red Bull, irgendwie sprechen alle darüber, außer dem Team selbst. Dort wird ständig betont, dass beide Fahrer die gleichen Chancen erhalten und das auch vorerst so bleiben wird. Mark Webber musste sich deswegen wundern, als er darauf angesprochen wurde, dass er auf dem Nürburgring Sebastian Vettel wird schlagen müssen, um nicht zur Nummer 2 zu werden. "Ein Sieg wäre toll, aber die Leute denken, ich muss Sebastian schlagen - naja, das habe ich dieses Jahr einige Male gemacht, deswegen liegen wir in der WM so nahe beisammen", meinte der Australier. Er konnte nicht verneinen, dass Vettel bereits zwei Siege und momentan den Schwung auf seiner Seite hat, letztendlich gehe es dem Team aber darum, beide Autos so schnell wie möglich ins Ziel zu bringen und das sei in den letzten Rennen gut gelungen.

Mark Webber hält nichts von Hierarchie-Diskussionen
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"Wenn das hier heißt, Sebastian war besser als ich oder ich besser als er, dann wird es einfach in Budapest wieder weitergehen", meinte er. Nur ein Szenario konnte sich Webber ausmalen, in dem er zur Nummer 2 werden könnte. Sollte sich die Lage in fünf, sechs Rennen ändern und Vettel 20 Punkte voraus sein, dann wäre eine teaminterne Hierarchie verständlich. "Im Moment sind wir aber für das Team da und für den Kampf gegen Brawn." Prinzipiell ärgert es ihn im Moment aber, dass die Notwendigkeit einer Team-Hierarchie so früh in der Saison medial bereits so aufgeblasen wird. "Jenson ist immer noch weit voraus, wenn also bestimmte Leute einen im Team pushen wollen, dann denke ich, dass das momentan sehr unwahrscheinlich ist."

Es kommt unerwartet

Webber musste sein Team diesbezüglich loben und versuchte das Bild umzudrehen: bei Brawn sage auch niemand, dass Button alle Unterstützung haben müsse, obwohl er so weit voraus sei. "Das ist nur, weil ihr an der Strecke nichts Anderes zu bereden habt und euch etwas ausdenken müsst", betonte Webber, der keinen Druck auf sich spüren will. Im Gegenteil, er sei sogar glücklich damit, wie die Saison für ihn gelaufen sei. "Sicher, ich will diesen Sieg - es wird passieren, wenn ihr es wohl am wenigsten erwartet. In Silverstone hatten wohl viele Geld auf mich gesetzt. Ich wurde Zweiter, also werden wir sehen, was hier passiert - ich freue mich schon", erklärte der Red-Bull-Pilot.

Klarerweise wird er in Deutschland aber auch die Konkurrenz von Brawn GP im Auge haben müssen, rechnete die doch damit, dass sie nach der Schlappe von Silverstone wieder zurückkehren kann. Ob und wie Brawn zurückkehrt, konnte Webber aber nicht sagen. "Die Leute können eine ganze Liste an Entschuldigungen darüber machen, warum sie nicht schnell sind, aber wir haben keine Entschuldigungen gesucht, wenn wir nicht schnell waren und Brawn uns in den Arsch getreten hat", sagte er. Brawn GP sei weit voraus, weil sie tolle Arbeit geleistet haben, weswegen es Red Bull gut passen würde, wenn auf dem Nürburgring der nächste Triumph folgt. "Man könnte dann aber immer noch sagen, dass es ihnen nicht gepasst hat und wir könnten bis Valencia warten müssen, bis wir wieder auf warme Strecken kommen." In der Türkei sei Button schnell gewesen, Vettel in Bahrain aber auch, weswegen Webber bei heiß oder kalt eigentlich keinen echten Trend erkennen wollte.


 

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Sebastian Vettel (Red Bull)
 
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