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27.05.  14:00

 

 16.04.2008 | 10:40 Uhr

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Rosberg und Barrichello gegen kalte Slicks: Eine Frage des Überlebens

Nico Rosberg kann sich mit der Aufwärmphase der Slicks nicht anfreunden und Rubens Barrichello befürchtet einen Schaden für die Show.

Nachdem sich bereits mehrere Fahrer über das Risiko der kalten Slicks geäußert haben, hat sich nun auch Nico Rosberg in die Diskussion um fehlende Heizdecken und langsame Aufwärmrunden eingeschaltet. Und er hatte auch nicht besonders viel Positives über die aktuelle Situation mit den kalten Slicks zu sagen. "Erstens ist es so nicht gut. Es passt immer noch nicht. Man kann solche Reifen im nächsten Jahr nicht fahren. Das ist meine Meinung, das geht definitiv nicht. Es ist lächerlich. Wenn man aus den Boxen fährt, ist das lächerlich. Es ist nicht Racing, es ist ein Überlebenskampf. Es ist da draußen nur eine Frage des Überlebens und das ist lächerlich und kein Racing", sagte der Williams-Pilot gegenüber Autosport.

Nico Rosberg sieht bei Bridgestone noch Arbeitsbedarf
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Deswegen ermahnte Rosberg Bridgestone auch, in dieser Angelegenheit noch nachzubessern. Er musste betonen, dass man zwar kalten Reifen durchaus haben könnte, aber eben nicht so wie im Moment. Da er in Jerez im Dezember aber bereits die ersten Slick-Mischungen begutachten konnte, hatte er zumindest eine Verbesserung feststellen können. "Ja, aber es ist auch 20 Grad wärmer. Es wird Rennen geben, bei denen wir nicht solche Temperaturen haben", sagte er.

Nun sieht Rosberg die Fahrervereinigung GPDA am Zug, die sich um Sicherheitsrisiken kümmert. "Dafür ist die GPDA da. Ich bin mir sicher, wir werden versuchen, da etwas durchzusetzen. Ich sage nicht, dass wir Heizdecken brauchen, aber ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam etwas beeinflussen wollen", meinte der Deutsche.

Neben Rosberg schloss sich auch Rubens Barrichello den kritischen Stimmen zu den Risiken der kalten Reifen an. Er sorgte sich vor allem um die Rennen an sich. "Ohne die Heizdecken könnte es etwas langweilig werden, denn die Leute werden so lange wie möglich fahren wollen, da man aus den Boxen heraus rund drei Sekunden verliert", sagte er. Außerdem rechnete er damit, dass es auf den Outlaps einige Unfälle geben könnte, weil Fahrer Dinge probieren, die mit den kalten Reifen nicht funktionieren. "Ich denke, das ist einfach nicht schön."

Sein Lösungsvorschlag wäre, dass es vielleicht härtere Reifen geben könnte und Heizdecken, die auf eine bestimmte Temperatur beschränkt sind. "Sagen wir, 50 Grad. Alles ist besser als nichts. Man könnte nach Malaysia kommen und es wäre besser. Wenn man aber mit so einem Reifen eine Safety Car Phase hat...", gab er noch zu bedenken. Aus fahrerischer Sicht sah er dabei gar nicht so das Problem, da sich die Piloten auf neue Verhältnisse einstellen können, aber er befürchtete einen Rückschlag für die Show. "Das brauchen wir einfach nicht. Wir gehen rückwärts. Es wird wie bei den Champ Cars", kritisierte Barrichello. Nach den Tests in Barcelona wird Bridgestone die nächste Slick-Generation wohl im Juli testen.


 

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