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27.05.  14:00

 

 04.07.2009 | 16:30 Uhr

Nachricht

Ecclestones abstoßender Hitler-Sager: Anstößige Ansichten

Mit einer Aussage über Adolf Hitler hat Bernie Ecclestone nicht nur ein bizarres Politikbild offenbart, sondern auch viel Kritik auf sich gezogen.

Bernie Ecclestone hat sich in einem Interview mit der Times einen Sager geleistet, der ihm bereits einiges an Kritik eingebracht hat und noch viel Kritik einbringen wird. Der Formel-1-Boss sprach über Adolf Hitler als jemanden, der es geschafft hat, Dinge zu erledigen. "Es ist wohl schrecklich, so etwas zu sagen, aber abgesehen davon, dass Hitler sich dazu verleiten ließ und überzeugt wurde, Dinge zu tun, von denen ich nicht weiß, ob er sie tun wollte oder nicht, so agierte er so, dass er viele Leute dazu brachte, die Dinge zu erledigen", erklärte er gegenüber der Times.

Bernie Ecclestone hat bizarre politische Ansichten offenbart
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Außerdem meinte er, dass Hitler eigentlich kein Diktator gewesen sei. "Letztendlich hat er die Orientierung verloren, also war er kein guter Diktator, denn entweder hat er all diese Dinge veranlasst, wusste, was los war und bestand darauf, oder er hat einfach mitgemacht... so oder so, er war kein Diktator", erklärte er und meinte, dass die Demokratie nicht vielen Ländern Gutes gebracht habe, Großbritannien inklusive. Er bevorzuge starke Anführer, wie Margaret Thatcher und meinte, Max Mosley wäre ein sehr guter Premierminister. "Er ist ein guter Anführer. Ich denke nicht, dass sein Hintergrund ein Problem wäre", sagte er in Anspielung darauf, dass Mosleys Vater Sir Oswald Mosley der Anführer der British Union Fascists war.

Die Reaktionen

Die Reaktionen auf Ecclestones Aussagen waren bereits heftig. Stephen Pollard, der die Zeitung Jewish Chronicle herausbringt, erklärte: "Mr. Ecclestone ist entweder ein Idiot oder moralisch abstoßend. Er hat entweder keine Ahnung, wie dumm und anstößig seine Ansichten sind oder er weiß es und verdient es von allen anständigen Menschen mit Missachtung gestraft zu werden." Denis McShane von der Labour Partei meinte, dass Demokratie und Politiker natürlich nicht perfekt seien, er fand die Geringschätzung des Rechts der Menschen darauf, ihre Anführer selbst zu wählen, aber beängstigend. "Wenn Mr. Ecclestone wirklich glaubt, dass Hitler überredet werden musste, sechs Millionen Juden zu töten, jedes europäische Land zu besetzen und London zu bombardieren, dann hat er weder Ahnung von Geschichte, noch ein passendes Urteilsvermögen." Ein Sprecher des Verwaltungsrates der britischen Juden nannte die Aussagen Ecclestons bizarr. "Er hat gemeint, Politik wäre nichts für ihn und wir würden da zustimmen."


 

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