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Monaco GP

27.05.  14:00

 

 11.11.2008 | 10:10 Uhr

Kolumne

Die heimlichen Sieger der Saison 2008

Robert Kubica und Sebastian Vettel machten den größten Sprung. Die Weltmeister als Verlierer nach nur durchschnittlicher Leistung?

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Wenn es nach Bernie Ecclestone gehen würde, dann würde es bald Medaillen nach jedem Renen geben. Der Weltmeister der abgelaufenen Saison wäre dann Felipe Massa mit sechs Goldmedaillen vor Ron Dennis mit fünf Goldmedaillen. Noch zählt ein Punktesystem, das gerade in den letzten beiden Jahren reichlich Spannung bis zur letzten Kurve brachte. Ein einziger Punkt entschied über Titel oder Rang zwei in den beiden abgelaufenen Jahren.

Lewis Hamilton der schwächste Champion seit neun Jahren?

Lewis Hamilton gewann mit 98 Punkten den Titel in dieser Saison. Zuletzt wurde nur in der Saison 1999 ein Fahrer mit einer geringeren Punkteausbeute Weltmeister. Es war Mika Häkkinen mit 76 Punkten. Beide Titel wurden in einem McLaren Mercedes erzielt. Scheinbar kann man mit diesem Team nur den Titel holen, wenn die Punkteverteilung in einer Saison sehr ausgeglichen ist. Von einer Dominanz oder gar verdienten Weltmeisterschaft waren die Silbernen weit entfernt.

Die positiven Überraschungen

1. Robert Kubica (BMW Sauber) Der Pole machte den größten Sprung und erzielte insgesamt 36 Punkte mehr, als in der Vorsaison. In dieser Saison schenkte er seinem Team die erste Pole und den ersten Sieg. Die Meisterschaft führte er nach seinem ersten Karrieresieg in Kanada sogar an. Robert Kubica ist der große Gewinner der letzten Saison.

2. Sebastian Vettel (Scuderia Toro Rosso) Die Saison begann nicht gut für den jungen deutschen Fahrer. Vier Ausfälle in den ersten vier Rennen und sein Teamkollege Sébastien Bourdais punktete gleich beim Saisonstart in Melbourne. In den letzten 13 Rennen fuhr der Heppenheimer gleich neun Mal in die Punkteränge. Er machte es Robert Kubica nach und erzielte ebenfalls seine erste Pole und seinen ersten Karrieresieg in Monza. Er verbesserte sich um 29 Punkte gegenüber dem Vorjahr. Seine 35 Gesamtpunkte sorgten für den überraschenden sechsten Rang seines Teams in der Konstrukteurswertung.

3. Heikki Kovalainen (McLaren Mercedes) Der Dritte im Bunde, der seine erste Pole und den ersten Saisonsieg feiern durfte. Er steigerte sich um 23 Punkte und machte eine gute Figur nach seinem Wechsel von Renault zu McLaren Mercedes. In allen 18 Qualifikationen erreichte er als einziger Fahrer immer die letzte Session.

4. Jarno Trulli und Timo Glock (Toyota) Nach der enttäuschenden letzten Saison steigerte sich der Italiener um 23 Punkte und sorgte mit seinem neuen Teamkollegen Timo Glock für den fünften Rang in der Konstrukteurswertung. Timo Glock erzielte mit dem zweiten Platz in Budapest das beste Podiumsergebnis für sich und die Japaner.

Die negativen Überraschungen?

1. Fernando Alonso (Renault) Der ehemalige Doppelweltmeister konnte nach seiner Rückkehr zu Renault zwar das Teamresultat für die Franzosen wieder verbessern, erreichte aber mit 61 Saisonpunkten gleich 48 Punkte weniger als in der Vorsaison mit McLaren Mercedes.

2. Kimi Räikkönen (Ferrari) Der Titelverteidiger verlor gleich 35 Punkte gegenüber seiner Meisterschaftssaison 2007. Mit 23 Punkten Rückstand auf seinen Nachfolger Lewis Hamilton war der Abstand doch recht deutlich.

3. Lewis Hamilton (McLaren Mercedes) In der letzten Saison verlor er den möglichen Titel in den letzten beiden Rennen, nachdem er vorher mit neun Podiumsplätzen in den ersten neun Rennen eine sensationelle Konstanz als Rookie vorweisen konnte. In dieser Saison fuhr Lewis Hamilton zehn Mal in die Podiumsränge und damit zweimal weniger als im Vorjahr. Insgesamt machte er elf Punkte weniger als in seinem Debütjahr, obwohl er jeweils nur einen Ausfall zu beklagen hatte. Entscheidend für den engen Meisterschaftsausgang war sicherlich die Tatsache, dass in der Saison 2008 nie zwei McLaren-Mercedes-Piloten gleichzeitig auf dem Podium standen und damit Felipe Massa und Ferrari die Punkte in beiden WM-Wertungen entreißen konnten. Lewis Hamilton ist hinter Fernando Alonso, Kimi Räikkönen und Giancarlo Fisichella der Fahrer, der die meisten Punkte im Vergleich zum Vorjahr verlor. Bei einem Medaillenspiegel würde so ein Ergebnis kaum auffallen.


 

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